CHRONIK

Seit 1890.... Der Postwirt in Rosenau

Zur Geschichte...

Die Anfänge des Gasthofs Postwirt in Rosenau liegen ein wenig im Dunkeln. Einen Pferdeausspann hatte es hier schon immer gegeben. Grafenau war für die Salzfuhrleute auf dem Weg nach Böhmen der letzte größere Ort vor dem Gebirge – in Rosenau begann die beschwerliche Bergfahrt. Was lag da näher, als einzukehren und etwas zu sich zu nehmen? Ein Pferdewechsel ohne Brotzeit war für die hart arbeitenden Säumer undenkbar.

Um 1870 kaufte Johann Beck den Rosenauer Gasthof, den er zusammen mit seiner Frau Katharina als Wirtshaus mit Pferdeunterstellung betrieb. Sein Viehhandel gab dem örtlichen Ochsenmarkt viele Impulse.

Aufzeichnungen werden über unser Haus erst geführt, seitdem der Postwirt „amtlich“ wurde. Das passierte am 16.Mai 1903, als Johann und Katharina Beck die „Freistaatliche Bayrische Posthilfsstelle Rosenau“ übertragen wurde. Ein Amt voller Gewissenhaftigkeit und allerhand Arbeit, denn bis 1914 musste die Post noch täglich im Handwagen zum sieben Kilometer entfernten Neuschönau gebracht werden.

Der Sohn von Johann und Katharina Beck, Josef Beck, heiratet 1905 und führt mit seiner Frau Magdalena den Gasthof und die Poststelle weiter. Um 1912 erweitern sie das Haus um Unterkunftsmöglichkeiten für Reisende, Pferde und Wagen. Lebhaften Betrieb bringen in jenen Jahren die „Telephoner“. Sie verlegen um Grafenau die ersten Telefonleitungen und sind „beim Beck“ Dauergäste.

Als Josef Beck 1917 im Krieg fällt, setzt seine Frau das Unternehmen fort. Auch nach ihrer späteren Heirat mit Alois Graf werden Gasthof und Poststelle weitergeführt. Später, 1946, übernimmt Josef Beck mit seiner Frau Mathilde den Gasthof, der damals schon zwölf Gästebetten anbot. Seine Poststelle wird am 1. November 1953 zur Poststelle 2 des Postamts Grafenau „befördert“.
 
1965 stirbt Josef Beck und sein Sohn Josef – inzwischen der dritte Josef in der Reihe der Postwirte – führt die Poststelle noch bis März 1973, bevor sie dem Postamt Grafenau angegliedert wird. Später übernimmt Josef Beck, der noch bis 1978 im Postdienst steht, auch den Gasthof, den er zusammen mit seiner Frau Traudl modernisiert und den steigenden Ansprüchen der Gäste entsprechend erweitert. Zu der bekannt guten Küche kommt 1978/79 ein umfangreicher Neubau mit 70 Betten, Hallenbad und Sauna. 1995 erfolgt der Bau eines Appartementhauses neben dem Tennisplatz mit komfortablen, im Landhausstil eingerichteten Appartements.

2004 wurde der Bade- und Saunabereich in eine moderne Bade- und Wellnesslandschaft umgewandelt, zu der jetzt ein Dampfbad, eine Bio-Sauna und Sonnenwiese sowie auf Wunsch Massagen und Kosmetikbehandlungen gehören.

Im Jahre 2005 folgen die Becks mit einer weiteren Umbaumaßnahme dem „Zeitgeist“. Der Unterkunftstrakt bekommt durch Wegfall der bisherigen eingebauten Balkone und Vorziehen der Hauswand größere und hellere Zimmer mit davor gesetzten Balkonen.

Gleichzeitig mit dem neuen Outfit des Postwirts läuft sich schon die neue Wirtsgeneration warm: mit dem jungen Josef Beck, der schon seit Jahren die gute Küche des Gasthofs verantwortet, und seiner Frau Gaby, einer Hotelfachfrau, die im Restaurantbereich wirkt. Beide haben drei Kinder: Isabella, Katharina und Josef.
 
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